KategorieDer Europäer

Zeitenwende: 30 Jahre danach

Der Fall des „Eisernen Vorhangs“ vor 30 Jahren und wie es dazu kam, war Thema des „Europacorners“ am 12. November mit zwei Zeitzeugen: Cb. Rainer Stepan v. Leguan (Walth) und Bb. Norbert Stanzel  v. Strizzi (Rg).

Kuleff (Phil-x), Stepan (Walth), Brunner (x), Stanzel und Dillinger

Cb. Leguan berichtete über seine jahrelangen Aktivitäten zur Unterstützung demokratischer Kräfte jenseits des „Eisernen Vorhangs“ seit Ende der 70er Jahre – an einer Schnittstelle zwischen ÖVP,  MKV, ÖCV und JES.  Seine These: Der Zusammenbruch des Kommunismus sei einerseits durch den wirtschaftlichen Niedergang, andererseits aber durch unerschrockene Bemühungen von jahrzehntelang unterdrückten demokratischen Aktivisten erfolgt. Der Westen an sich habe aber damals wie heute viel zu wenig Unterstützung geboten.

Bb. Strizzi, damals Kontaktmann der JVP zur ungarischen Opposition, ergänzte  die Schilderungen durch persönliche Erinnerungen und Anekdoten.

WA – „Couleurstudententum – Zeitgemäßes Liedgut und political correctness“

Am Dienstag, dem 14.5. 2019, fand eine äußerst aufschlussreiche Podiumsdiskussion unter der Leitung des Vorsitzenden der Liegutkommission Bbr. Dr. Paul Mahringer v/o Aeneas. statt.

Die Diskutanten: Prof. Dieter A. Binder (MEG!, Wi!),geboren 1953, Historiker, der bis zu seiner Pensionierung im Dezember 2018 an der Karl-Franzens-Universität Graz (Neue österreichische Geschichte und Zeitgeschichte) und der Andrassy-Universität Budapest (Kulturgeschichte) lehrte, zahlreiche Publikationen verfasste und Innhaber des großen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreichs ist und Kbr. Mag. Martin Haidinger (BOW!, Cp!, LIW!) Historiker, Journalist und Autor zahlreicher Sachbücher aus Wien, der sich seit 25 Jahren der Vermittlung von Geschichte und Geschichten in seinen Sendungen auf Radio Österreich 1, ORF2 Wien, BR Alpha und im Deutschlandfunk widmet und Redaktionsleiter der Ö1-Wissenschaftssendung »Salzburger Nachtstudio« ist. Als Vortragskünstler gilt seine besondere Liebe der österreichischen Literatur. Er schrieb zuletzt „Jedermanns Land“ sowie „Franz-Josephs Land“, zur Geschichte Österreichs. Für die Kommission, die die Parteigeschichte der FPÖ mit Fokus auf „dunkle Flecken“ aufarbeiten soll, hat Haidinger einen Bericht über Burschenschafter verfasst: „Wertewandel in Studentenverbindungen nach 1945“

Sie brachten den Anwesenden ihre Ansichten zum Thema Couleurstudententum – Zeitgemäßes Liedgut und political correctness mit ihrer unverwechselbaren Art näher. Neben der wissenschaftlich hochwertigen Diskussion war der Abend auch mit Lachern gespickt und jeder der Anwesenden, auch wenn nicht unbedingt d´accord mit allen Aussagen der Diskutanten, nahm mit Sicherheit das ein oder andere Wissenswerte aus diesem Abend mit.