KategorieAltherrenschaft

Vorarlberger Rugentreffen in Dornbirn

Am 21.11.2019 fand seit längerer Zeit ein Vorarlberger Rugentreffen im Gasthof Krone in Dornbirn statt.

Der Zirkelvorsitzende Vagabundus, Biondo und seine liebe Frau Maria, Süosslarschnitz, Joey, James und Philistersenior Paragraphus. Leider mussten sich einige Bundesbrüder wegen dienstlicher Verpflichtungen entschuldigen – einige hat auch ein derzeit häufig auftretender grippaler Infekt erwischt.

Nach wenigen Minuten begann ein reger Gedankenaustausch, in weiterer Folge berichtete der Philistersenior Aktuelles aus Wien – alle Anwesenden zeigten hohes Interesse an der Bude, an der künftigen Vorgangsweise beim Rauchen, an  den Arbeiten der Budenrenovierungskommisssion und an der Anzahl der Fuchsen und an vielen anderen Rugenthemen.

Jubelband für Bbr. Biondo

Im „offiziellen“ Teil des Abends konnte der Philistersenior dem dynamisch und jung gebliebenen Bbr. Biondo das 130 Semesterband überreichen.

Selbstverständlich waren die nächsten Themen „wie geht es diesem und jenem Bundesbruder?“, „kennst du den Bundesbruder noch?“ und schließlich tauschten wir viele nette Erinnerungen aus.

Beeindruckend waren einige Geschichten aus alten Zeiten, die Bbr. Biondo zum Besten gab, auch seine Frau Maria beteiligte sich sehr intensiv an den Gesprächen – schließlich löste sich um Mitternacht die Runde auf – nicht ohne Bedauern – zu schnell verging die Zeit!

Beeindruckt von dem netten Rugenabend wurde bereits der Termin für das nächste Treffen festgelegt: 17.04. 2020 – Save the Date!!!

Zeitenwende: 30 Jahre danach

Der Fall des „Eisernen Vorhangs“ vor 30 Jahren und wie es dazu kam, war Thema des „Europacorners“ am 12. November mit zwei Zeitzeugen: Cb. Rainer Stepan v. Leguan (Walth) und Bb. Norbert Stanzel  v. Strizzi (Rg).

Kuleff (Phil-x), Stepan (Walth), Brunner (x), Stanzel und Dillinger

Cb. Leguan berichtete über seine jahrelangen Aktivitäten zur Unterstützung demokratischer Kräfte jenseits des „Eisernen Vorhangs“ seit Ende der 70er Jahre – an einer Schnittstelle zwischen ÖVP,  MKV, ÖCV und JES.  Seine These: Der Zusammenbruch des Kommunismus sei einerseits durch den wirtschaftlichen Niedergang, andererseits aber durch unerschrockene Bemühungen von jahrzehntelang unterdrückten demokratischen Aktivisten erfolgt. Der Westen an sich habe aber damals wie heute viel zu wenig Unterstützung geboten.

Bb. Strizzi, damals Kontaktmann der JVP zur ungarischen Opposition, ergänzte  die Schilderungen durch persönliche Erinnerungen und Anekdoten.

„No amoi!“ Jubel um Bieroper

Gefeierter Auftritt des Ersten Wiener Bieropernensembles bei der Rugia!

Vor rund 35 Bundesbrüdern und Gästen wurden am 16. Oktober im Wiener Martinschlössl die Bieropern „Rinaldo Rinaldini“ und die „Bürgschaft“ zu Besten gegeben. Bieropern sind coleurstudentische Opernpersiflagen, die ihre Wurzeln im 19 Jahrhundert haben. Übrigens hat unser Bundesbruder Pegasus (einer der Textdichter des Liedes „die blaue Mütze…“) in den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts mehr als 100 Bieropern getextet, von denen ca. die Hälfte bei Kneipen aufgeführt wurden.

1972 wurde vom Ersten Wiener Bieropernensemble dieses  couleurstudentische Kleinkunstgenre neu belebt, die Tradition wird bis heute fortgesetzt.

Die anwesenden Zuseher und das Bieropernensemble hatten jede Menge Spaß, einzelne Passagen wurden auf Aufforderung des Publikums durch den Zuruf: NO AMOI (Anm.: Wienerisch für „noch einmal“) in mehreren Varianten dargeboten und (wie es auch bei anderen Kleinkunststücken üblich ist) mit aktuellen Anspielungen gewürzt.

Für alle Anwesenden war es ein lustiger, geselliger Abend im intimen Kreis.

Go West: Rugia in Salzburg und Vorarlberg

Am Wochenende 6. – 9. September 2019 gab es volles Programm in den Bundesländern. Die Spitzen von Rugia’s AHS fuhren zunächst nach Salzburg. Zirkelvorsitzender Ganymed (2. v.l.) lud den Zirkel in sein Haus und seine getreuen Freunde kamen. Eine Jubelbandverleihung stand an (Bbr. Doc) und von Bbr. (Dr.) Perikles gab es Informationen aus der Salzburger Polit-Szene.

Für Bbr. Bit ging es danach weiter zum VCV-Fest nach Rankweil. Hier beeindruckte ein gelungener Kommersabend der Vorarlberger Feriensippe Raetia in einer speziellen Form. Zu den traditionellen Studentenliedern mischten sich eine Festrede von Dominik Feusi v/o Caritas, Le et al. zu „Make Alemannen Great Again!“ über das Verhältnis von Schweiz, Vorarlberg und Restösterreich in der Wirtschaft und unzählige, politisch pointierte Sketches, wie sie in Ostösterreich nur von Deutschen oder Kärntner Faschingssitzungen bekannt sind. Am Sonntag war dann Messbesuch in der Rankweiler Basilika, einer alten, weithin bekannten Wallfahrtskirche.

Rugia’s Beitrag nahm sich eher bescheiden aus. Bbr. Churchill war für seine Urverbindung Leopoldina am Kommerspräsidium chargieren. Zirkelvorsitzender Vagabundus und Bbr. Biondo waren bei allen Programmpunkten und auch noch beim anschließenden Mittagstisch im Rankweiler Hof dabei.

Hinweis: das VCV-Fest findet jährlich am 2. September-Wochenende – 2020 in Götzis – statt.

 

 

WA – „Couleurstudententum – Zeitgemäßes Liedgut und political correctness“

Am Dienstag, dem 14.5. 2019, fand eine äußerst aufschlussreiche Podiumsdiskussion unter der Leitung des Vorsitzenden der Liegutkommission Bbr. Dr. Paul Mahringer v/o Aeneas. statt.

Die Diskutanten: Prof. Dieter A. Binder (MEG!, Wi!),geboren 1953, Historiker, der bis zu seiner Pensionierung im Dezember 2018 an der Karl-Franzens-Universität Graz (Neue österreichische Geschichte und Zeitgeschichte) und der Andrassy-Universität Budapest (Kulturgeschichte) lehrte, zahlreiche Publikationen verfasste und Innhaber des großen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreichs ist und Kbr. Mag. Martin Haidinger (BOW!, Cp!, LIW!) Historiker, Journalist und Autor zahlreicher Sachbücher aus Wien, der sich seit 25 Jahren der Vermittlung von Geschichte und Geschichten in seinen Sendungen auf Radio Österreich 1, ORF2 Wien, BR Alpha und im Deutschlandfunk widmet und Redaktionsleiter der Ö1-Wissenschaftssendung »Salzburger Nachtstudio« ist. Als Vortragskünstler gilt seine besondere Liebe der österreichischen Literatur. Er schrieb zuletzt „Jedermanns Land“ sowie „Franz-Josephs Land“, zur Geschichte Österreichs. Für die Kommission, die die Parteigeschichte der FPÖ mit Fokus auf „dunkle Flecken“ aufarbeiten soll, hat Haidinger einen Bericht über Burschenschafter verfasst: „Wertewandel in Studentenverbindungen nach 1945“

Sie brachten den Anwesenden ihre Ansichten zum Thema Couleurstudententum – Zeitgemäßes Liedgut und political correctness mit ihrer unverwechselbaren Art näher. Neben der wissenschaftlich hochwertigen Diskussion war der Abend auch mit Lachern gespickt und jeder der Anwesenden, auch wenn nicht unbedingt d´accord mit allen Aussagen der Diskutanten, nahm mit Sicherheit das ein oder andere Wissenswerte aus diesem Abend mit.

WA- Banking without Banks

Einen mehr als hochkarätigen Gast durften wir am 07.05. zu einem Vortrag über „Banking without Banks: Banken vs. FinTechs?“ bei uns begrüßen. MMag. Dr. Gerald Resch, Generalsekretär des Verbandes österreichischer Banken und Bankiers trat als höchst eloquenter Vertreter seiner Zunft mit einem prägnantenVortrag in Erscheinung, der sicherlich einem Gros der Anwesenden in Erinnerung bleiben wird.

Einer allgemeinen Einführung zu den zukünftigen Aufgaben und Herausforderungen in der Branche folgte eine Erklärung und Analyse des Phänomens FinTech (Finanztechnologieunternehmen), welche, ob des besseren Verständnisses, in drei beinahe chronologische Wellen gegliedert wurde (Konkurrenz, Kooperation, Konsolidierung). Dass jene, meist erst vor wenigen Jahren gegründeten Unternehmen aus den unterschiedlichsten Finanzbereichen, von Interesse sind und zum Teil auch bleiben werden, wurde dabei ebenso verdeutlicht, wie auf deren Risiken, Chancen und Herausforderungen hingewiesen wurde.

Handfeste Stellungnahmen gab es auch auf die zahlreichen, nicht unkritischen Erkundigungen unserer Bundesbrüder, welche den ansonsten praxis- und realitätsnahen Ausführungen mit Spannung folgten. So wurde die beinahe provokante Frage nach dem Interesse der Banken an Kundenbildung dabei ebenso logisch aus der Institutssicht beantwortet, wie die Nachfrage nach zukünftig relevanten Spar- und Anlageprodukten mit einer Empfehlung pariert wurde: „Nimm nur Sparformen in Anspruch, die du begreifen kannst!“ Sollte man die inhaltliche Seite der Ausführungen mit mäßiger Aufmerksamkeit verfolgt haben, war es auf jeden Fall auch mehr als interessant, einem Profi in Bezug auf Präsentationstechnik und Kommunikation zuhören zu können.

Herzlichen Dank an unsere Burse für die Herstellung des Kontaktes, die finanzielle Zuwendung beim Buffet und somit die Ermöglichung eines gelungenen Abends!

 

WA – politische Rhetorik

Man stelle sich als Metapher einen Hammer vor, der sowohl als Werkzeug des Aufbaus dienen kann, wie es auch möglich ist, mit ihm in einer Auseinandersetzung den Gegner zu erschlagen. Wenn solch ein Werkzeug wissenschaftlich ergründet ist, rhetorische Elemente beinhaltet und von Politikern aller Parteien täglich gebraucht wird, kann man schnell kombinieren, dass es sich bei der Thematik unseres Wissenschaftlichen Abends vom 02.04. um das Rüstzeug zahlreicher sprach-affiner Berufsgruppen gehandelt hat.

Mit Theorie und Praxis aus den Bereichen NLP und politischer Rhetorik gestaltete Bbr. Paul Jessenitschnig v/o Murphy´s Law einige interessante Stunden, die gegen Ende mit Highlights politischer Diskussionen gespickt wurden, welche von einigen der anwesenden Bundesbrüder mit Seufzern des Unverständnisses goutiert werden mussten.

Konnte man sich bei den sehr gut vorgetragenen Ausführungen durchaus die positiven Aspekte des Neuro-Linguistischen Programmierens vorstellen, fiel es schwer zu glauben, dass politische Sprache in der dargebotenen Qualität überhaupt noch interessierte Zuhörer, geschweige denn Wähler überzeugen kann. Allein die Erkenntnis blieb, dass es zwar im Sinne der Aufklärung lohnt, entlarvend hinter die Sprachmasken zu blicken, allerdings in den wenigsten Fällen verwehrt- und brauchbare Inhalte zu Tage treten.

Klosterbierverkostung

Der Ursprung der modernen europäischen Braukunst findet sich heute noch in den Erzeugnissen zahlreicher Klosterbrauereien, von denen einige ihr Handwerk über Jahrhunderte bis in die Gegenwart bewahren konnten.

Um diesem Kulturschatz einmal den gebührenden Respekt zu zollen veranstalteten wir am 29.03. unsere, beinahe schon traditionelle, Bierverkostung unter ebenjenem Motto: Klosterbiere.

Geleitet von unserem geschätzten Cartellbruder Pirat (K.Ö.H.V. Franco-Bavaria – bierplus.at) und geplant von unserem werten Bundesbruder Indiana Jones kamen wir in den Genuss zahlreicher verhältnismäßig hochprozentiger Spezialitäten aus privaten Klosterbrauereien, wobei wir uns fast ausschließlich auf die weltberühmten Trappistenbiere konzentrierten.

Das äußert kompakte Geschmackserlebnis lässt sich am besten mit einer Aussage nach der Veranstaltung an der Bar beschreiben, wo unser geschätztes und gern getrunkenes Schankbier als verhältnismäßig langweilig und außerordentlich leicht eingestuft wurde.

Ein herzliches Dankeschön an alle Organisatoren und den über alle Maßen motivierten Jungfuchsen!

 

Antrittskneipe

Antrittskneipe? Was ist das?

Ein studentisches Einläuten des kommenden Semesters unter einem neuen Chargenkabinett.

Aha – was passiert da?

Zuerst steigt die traditionelle Kneipe selbst, später folgt ein feierlicher, gern auch flüssiger Ausklang, der, wie in diesem Fall, bis in die frühen Morgenstunden dauern kann.

Wer feiert da konkret?

Oftmals zwei oder drei Verbindungen gemeinsam, allerdings stand der Abend diesmal gänzlich im Zeichen der Rugia, also ihrer Aktivitas und Alten Herren.

Warum ganz allein, wollte keiner kommen?

Die Entscheidung war bewusst gefällt worden. Von Zeit zu Zeit hat ein Abend unter sich einen zusammenschweißenden Charakter. Es waren aber ohnehin auch einige gern gesehene Gäste anwesend.

Ok – hat sich außer Arbeit für die Putzfrau sonst noch was ergeben?

Sicher! Bbr. Diego 2 hat anlässlich seiner wissenschaftlichen Leistungen einen Preis erhalten und dahingehend ein Fass spendiert – was effektiv zur Stimmung beigetragen hat. Wir hatten fünf schneidige Chargierte, eine stramme Kneipe mit Ansätzen von Disziplin, eine vernünftig volle Bude und einige Spefuchsen.

Also darf man zu einem gelungenen Antritt und einem feierlichen Abend gratulieren?

Ja, das darf man durchaus!

Weihnachtsfestkommers 2018

Unser diesjähriger Weihnachtsfestkommers fand wieder im wunderbaren Festsaal der Bäckerinnung Wien statt.

Wir bedanken uns sehr herzlich bei Ksr. Taxa – der Patin unserer neuen Prunkfahne – die uns ein neues Fahnenband gestiftet hat.

Mit ihrer Burschung dürfen wir Bbr. Lupus und Bbr. Pratchett nunmehr im Burschensalon begrüßen. Für ihre langjährige Mitgliedschaft in der Rugia durften wir Bbr. Paccard das 50-Semester- und Bbr. Igor das 100-Semester- Jubelband verleihen.

Wir wünschen allen Bundes- und Cartellbrüdern und allen Freundinnen und Freunde der Rugia ein frohes Weihnachtsfest, besinnliche Festtage und einen guten Rutschs ins neue Jahr.