KategorieAktivitas

Benefizkonzert

Bei Keksen, Adventkranz-Kerzenschein, O-Tannenbaum und Bier gab es kulturelle Kost in der Lichtenfelsgasse für den guten Zweck. Die Bude wandelte sich zum Kulturkeller. Maya Hakvoort nannte es Katakomben.

Bbr. Sullivan hat mit seinem Verein Journalistenwerkstatt eine bemerkenswerte Veranstaltung aufgezogen, die 50 externe Gäste und ein paar versprengte Rugen anzog. Ehrlich: einen Musical Star wie Maya Hakvoort um eine Spende von 20 EUR hautnah singen zu hören, wäre als Okkasion einzustufen.

Der Bogen der 3-stündigen künstlerischen Darbietungen reichte von Musical-Hits etwa bei Maya Hakvoort über Gospel und Folk bis hin zum Weihnachtsschlager. Wobei neben Weihnachtsklassikern Kate Rose mit Gitarrenbegleitung auch eigene Kompositionen darbot. Texte in Deutsch und Englisch brachten die gewisse Sinnlichkeit für so einen Event.

Wenn man bedenkt, dass das Orchester aus der Dose kommen musste, die Künstler eigentlich mitten im Publikum ihre Darbietungen brachten, wurde eine wirklich beeindruckende Performance geboten.

Und mit der Widmung des Reinerlöses für die Kinder-Krebshilfe konnte man sich auch als Publikum einer guten Tat rühmen.

Wir hoffen, dass Maya Hakvoort nach ihren nächstjährigen (kommerziellen) Engagements in Südtirol und Norddeutschland vielleicht wieder zu uns kommt. Wohlgefühlt hat sie sich.

Benefizversteigerung 2018

Unsere traditionelle Benefizversteigerung fand nunmehr zum 14. Mal statt. Bbr. Honorius brachte mit seiner gewohnt humoristischen Art wieder zahlreiche Sachspenden von Prominenten für den guten Zweck zur Versteigerung.

Die Benefizversteigerung wurde in diesem Jahr gemeinsam von K.Ö.H.V. Amelungia, C.Ö.St.V. Arcadia, K.Ö.M.St.V. Concordia und K.Ö.H.V. Rugia veranstaltet. Dank des großen Engagement von zahlreichen Kartellschwestern, Cartell- und Bundesbrüdern konnten wieder zahlreiche Sachspenden (Bilder u.a von Gottfried Helnwein, Alfred Hrdlicka und Arik Brauer; signierte Startnummern, Skihauben und Trikots u.a. von Thomas Morgenstern, Marcel Hirscher und David Alaba; signierte Cartoons und Karikaturen; signierte Bücher und CDs sowie Krippen und Ikonen etc.) für den guten Zweck versteigert werden.

Zusätzlich gab es eine Tombola und ein Buffet, dessen Erlös ebenso gespendet wird.

In diesem Jahr wird der Erlös von rund EUR 11.200,- dem Orden der Schwestern „Königin der Apostel“ für eine Blindenschule in der Provinz Lucknow (Indien) und die Betreuung von Kindern in einem Slum in Uganda, wo die Schwestern einen Kindergarten, eine Volksschule und ein Gesundheitszentrum betreiben, sowie dem Elisabeth-Brot in Wien, zu Gute kommen.

Dr. Günther Goller v. Aiax – 32 Jahre in der Wiener Kommunalpolitik

Zu unserem WA „Dr. Günther Goller v. Aiax – 32 Jahre in der Wr. Kommunalpolitik – Eine Retrospektive“ durften wir Bbr. LAbg. a.D. Mag. Dr. Matthias Tschirf v. Politicus sowie Cbr. Mag. Dr. Helmut Wohnout sehr herzlich begrüßen.

Bbr. Aiax hat einen – für Politiker ungewöhnlichen – Karriereweg beschritten, bevor er in die Wiener Kommunalpolitik kam. Als Osttiroler aus Sillian begann er zunächst das Studium der Veterinärmedizin in Wien. Nach dem 1. Studienabschnitt wechselte er und studierte Turkologie und Islamwissenschaften und war als Studienassistent in der geisteswissenschaftlichen Forschung tätig. 1959 begann er als Klubsekretär der ÖVP seine politische Laufbahn. 1969 wurde Bbr. Aiax in den Wiener Gemeinderat gewählt. Sein Rücktritt aus der Politik im Jahr 1990 erfolgte ebenso unauffällig im Stillen. Er hat sich danach nicht in Politik eingemischt, stand jedoch für Fragen immer zur Verfügung.

Der Politiker Bbr. Politicus ging in seinem Vortrag auf die Person Bbr. Aiax als Wiener Kommunalpolitiker und politischer Weggefährte ein. Bbr. Aiax hat Kommunalpolitik immer auch als gesellschaftspolitischen Auftrag verstanden. Er hat als „Aufdecker im Stillen“ vor allem Hintergrundinformationen gesammelt, herausgearbeitet und kritisch hinterfragt. Bbr. Aiax hat sich Zahlen und Netzwerke angesehen, kannte viele Politiker, hatte Kontakte zu Aufdeckungs-Journalisten und „wusste über Alles Bescheid“. Er war daher maßgeblich an der Aufdeckung des „Bauring-“ und „AKH-Skandals“ beteiligt. Bbr. Aiax hatte umfassendes Fach- und Detailwissen, war als „Politiker mit Stil“ bekannt und hatte daher auch bei Wiener Spitzenbeamten und SPÖ-Politikern sehr hohes Ansehen.

Der Historiker Cbr. Wohnout erläuterte in seinem Vortrag die Geschichte der Wiener ÖVP seit dem Ende des 2. Weltkrieges und das Wirken von Bbr. Aiax in diesem Zusammenhang. Bbr. Heinrich Drimmel v. Hagen wurde 1954 als Beamter im Unterrichtsministerium in die Regierung Raab I (ÖVP/SPÖ) berufen. Es kam zu einer Entfremdung zwischen ihm und Cbr. Josef Klaus. Bei einer Kampfabstimmung beim Parteitag 1964 unterlag er Josef Klaus und wechselte daraufhin in die Wiener Kommunalpolitik. Ab diesem Zeitpunkt gab es eine „Symbiose“ zwischen Bbr. Drimmel und Bbr. Aiax, als der Mann mit dem umfassenden Wissen. 1976 kam Erhard Busek in die Wiener Kommunalpolitik. Für seine Idee der „bunten Vögel“, Quereinsteiger in die Politik zu bringen und gleichzeitig über etablierte und fachlich versierte Politiker zu verfügen, konnte er Bbr. Aiax als Aufdecker gewinnen.

1908-2018 — 110 Jahre Veterinärmedizin

Anlässlich unseres 110. Gründungstages am 20. Juni durften wir auf der ehemaligen Veterinärmedizinischen Universität – nunmehr Universität für Musik und darstellende Kunst – hochkarätige Vortragende zum Thema Entwicklungen in der Veterinärmedizin begrüßen.

Prof. Dr. Gerhard Forstenpointner fokussierte in seinem Vortrag auf tubulente Jahre auf der Vet-Med. mit studentischen Unruhen. Hierfür gab es mehrere Ursachen: u.a. wurde die militärische Präsenz an der – damals militärisch geführten – Uni von den „zivilen“ Studenten abgelehnt, das Promotionsrecht wurde eingefordert und gab es bauliche und organisatorische Mängel im Universitätsbetrieb. Im Mai 1908 kam es zur Eskalation: nach Studentenprotesten, bei welchen die Studenten ein Protestmemorandum vorgelegt hatten und der Vorlesungsbetrieb entfallen ist, wurden die protestierenden Studenten schließlich durch Infanterie gewaltsam von der Uni entfernt. Stark ansteigenden Hörerzahlen und bauliche Mängel veranlassten Rektor Tschermak, Projekte für einen Universitätsneubau zu konzipieren. 1910 wurde ein Neubau auf der Schmelz angedacht. 1912 wurde ein Projekt im Bereich Flötzersteig / Maroltingergasse vorgestellt. Beide Neubauprojekte scheiterten am Widerstand des Finanzministeriums. Es sollte schließlich bis 1996 dauern, bis ein Universitätsneubau fertiggestellt war und die Übersiedlung vom Standort in Wien – Landstraße an den heutigen Standort in Wien – Floridsdorf abgeschlossen werden konnte.

Prof. Dr. Renate Edelhofer stellte in ihrem Vortrag die wissenschaftliche Arbeit im Vergleich gestern und heute gegenüber. Im Bereich der Parasitologie und Seuchenforschung wurden Forschungsprojekte in der Vergangenheit vielfach durch „Zufallsfunde“ bzw. zufällige Krankheitsbilder bei Nutztieren initiiert. Ausgehend davon wurde Ursachenforschung betrieben, Erkenntnisse in der darauf aufbauenden methodischen Herangehensweise gewonnen und letztlich ein Forschungsergebnis generiert. Die Methodiken waren einfacher und billiger (Mikroskop, Tierversuche, etc.). Heute beginnt Forschung in diesem Bereich mit der Formulierung von Forschungsfrage und der Definition von Projektabläufen und Forschungsprojekten. Die Methodiken finden mehr auf der zellularen / genetischen Ebene statt (Senologie, Gewebekulturen, etc.) und sind entsprechend aufwändiger und teurer geworden.

Bbr. Dr. Paul Ortner v. Smile berichtete über die tierärztliche Praxis und die Veränderung des Berufsbildes des Tierarztes in den letzten 30 Jahren am Beispiel Tirol. Während in den 1980er Jahren 90 aktive Tierärzte (davon 5 Frauen) mit Schwerpunkt Nutztiere mit Großtierpraxen in Tirol tätig waren, gibt es heute ca. 210 aktive Tierärzte (davon 95 Frauen) mit zahlreichen Kleintierpraxen mit Fokus auf Haustiere.  Während früher überwiegend Männer als Tierärzte tätig waren, gibt inzwischen österreichweit ca. 85% Tierärztinnen. Von den ca. 150 Studienabsolventen pro Jahr sind ebenso ca. 85% Frauen.

110. Stiftungsfest

Wir haben unseren 110. Geburtstag im Rahmen eines Wochenendens ausgiebig gefeiert.

Beginnend Freitags mit einem Begrüßungsabend und einer Sonderausstellung des Verbindungsarchivs mit den Höhepunkten aus 110 Jahren Rugia setzte sich das Programm am Samstag mit diversen Rundgängen und Führungen in Wien fort. Im Zuge unserer Stiftungsfestmesse erfolgte die Weihe unserer neuen Prunkfahne.

Am Sonntag verbrachten wir den Nachmittag in Perchtoldsdorf bei Wien. Beim Höhepunkt, dem feierlichen Festkommers auf der Burg Perchtoldsdorf, konnten wir unser 110. Verbindungsjubiläum in couleurstudentischer Tradition gebührend feiern.

Weihe neue Prunkfahne

Unsere neue Prunkfahne wurde im Rahmen der heiligen Messe zum 110. Stiftungsfest in der Jesuitenkirche durch unseren Bbr. und ÖCV-Seelsorger Stephanus geweiht. Fahnenpatin ist Ksr. Taxa von der C.Ö.St.V. Arcadia.

Da eine umfassende Restauration unserer Prunkfahne nach mehr als 100 Jahren „Dienstzeit“ nicht mehr möglich war, haben wir uns entschlossen, eine neue – der historischen nachempfundene – Fahne anfertigen zu lassen. Dank des finanziellen Erfolges des Teams des Vororts Rugiae 2012/13, das die Finanzierung der neuen Fahne maßgeblich ermöglicht hat sowie des außerordentlichen Engagements von Bbr. Dr.cer. Perry bei der „Begleitung“ der Produktion der Fahne, konnte die neue Prunkfahne zu unserem 110. Geburtstag unseren Bundesbrüdern präsentiert werden.

Die Festmesse wurde ebenso durch Bbr. Dr.cer. Perry organisiert und begeisterte mit einer Mischung aus „klassischen“ Kirchenliedern und Gospeln, gesungen von Vera Love und am Piano begleitet von Charly Hloch.

Besuch im Parlament in der Hofburg

Im Rahmen unseres 110. Stiftungsfestes durften wir eine Führung durch die Räume des Parlaments in der Hofburg erleben. Während der mehrjährigen Generalsanierung des Parlamentsgebäudes tagen unsere Abgeordneten in der Hofburg.

Neben Eindrücken und Informationen zur Geschichte des Parlamentsgebäudes und den Räumen in der Hofburg durften wir auch den Plenarsaal besuchen.

ITER – ein Kernfusionsreaktor in Bau

Dr. Werner Engel erläuterte uns in seinem Vortrag das Projekt des ersten Kernfusionreaktors der Welt, der einen Prototyp für eine neue Form der Energieversorgung bildet und an dem er derzeit aktiv mitarbeitet.

ITER (International Thermonuclear Experimental Reactor) ist ein Kernfusionsreaktor, der im Zuge eines interantionalen Forschungsprojektes projektiert, geplant und seit 2007 in Südfrankreich gebaut wird.

Homepage ITER

WA mit NAbg Prof. Dr. Rudolf Taschner

 

Der Wissenschaftliche Abend am 24.01.2018 stand unter dem Motto „Bildungs- und Hochschulpolitik“, wobei das Thema an sich nicht dermaßen eingegrenzt blieb und der Vortragende, Prof. Taschner, weit über den Tellerrand hinaus interessante Ansätze vermittelte. Dem allgemeinen Appell für mehr Bildungsbemühungen als Antwort auf migrationspolitische Probleme folgten Ausführungen über aktuelle Bildungsdebatten in Österreich bis hin zu persönlichen Gedanken über Studiengebühren und Hochschulbelange. Angenehm war dabei nicht nur die gedanklich offene und geistig weit ausholende Art der Vermittlung sondern auch die mehr als sympathische und unkonventionelle Vortragsweise. Es bekäme dem Nationalrat und der Republik sicherlich nicht schlecht, wenn manche Ideen von Prof. Taschner Gehör und Interesse fänden. Wir haben einen Teil davon vernehmen dürfen und bedanken uns nochmals recht herzlich für den Besuch und die Gelegenheit! (Niko A. Deinhofer v/o Frosch)

20 Jahre Bude Lichtenfelsgasse 1

Mitglieder der Burse, der C.Ö.St.V. Arcadia und natürlich zahlreiche Bundesbrüder konnten sich am 23.01.2018 über einen Festakt der besonderen Art freuen: 20 Jahre Bude Lichtenfelsgasse 1. Zu diesem Jubiläum wurde eine Gedenktafel mit allen Großspendern enthüllt, welche aber auch jenen Bundesbrüdern Danke sagen soll, die mit einem kleineren Beitrag ihren Teil geleistet haben. In den nachfolgenden geschichtlichen Ausführungen von Bbr. Dr.cer. Whiskey erhielten wir einen Einblick in die damalige Situation, die Hürden der Verhandlungen, den Kraftakt der Finanzierung und die auf allen Gebieten geleistete Überzeugungsarbeit. Eingeprägt hat sich hierbei der Ratschlag, dass man viel erreichen kann, wenn man es schafft zu motivieren und zu mobilisieren. Ohne Frage braucht es dazu aber vor allem Motivatoren und Mobilisatoren, danke dafür! (Niko A. Deinhofer v/o Frosch)