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Month Dezember 2014

Ein gesegnetes Weihnachtsfest

Anbetung der Könige Bad Tölz

und alles Gute für das kommende Jahr 2015

wünscht das ChC Rugiae!

Adventbesinnung

Gemeinsam mit den Mitgliedern der Rugenburse fand am Dienstag, den 2. Dezember, die traditionelle Adventbesinnung statt

Verbindungsseelsorger Mag. Peter Jüthner v/o Sir John Falstaff gestaltete sie diesmal auf besondere Art:An Hand von Bildern von Lorenzo di Credi (1459-1537), Frau Angelico (1395-1455), Matthias Grünewald (1470-1528) und El Greco (1541-1614) stellte er die vielfältigen Lösungen vor, welche die Malerei zum Thema „Verkündigung des Herrn“ gefunden hatte.

Diese gaben gleichzeitig auch einen Einblick in die Heilsgeschichte und führten so zu einem tieferen Verständnis des Themas. Im Anschluss lud noch die Rugenburse zu einem Buffet. Das bot Gelegenheit zu ausführlichen Gesprächen.

Die Geschichte der Benefizversteigerung

Im Studienjahr 2004/05 stellte unsere Rugia nicht nur das Präsidium des WCV, sondern auch ein Drittel des Vorortspräsidiums. Mir wurde die Ehre zuteil, dieses Drittel als Vorortsvizepräsident zu sein. Damals erfuhr ich, dass der CV eine Afrikahilfe betreibt und ich stellte mir die Frage, warum im ÖCV – obwohl auch dieser sicher nicht am Hungertuch nagt – kaum soziale Aktionen zu finden waren. Ich ging der Frage nach und bekam zur Antwort, dass wir nicht der Rotary Club seien und auch nicht die Lions. Dies war für mich wenig befriedigend, denn ich war mir sicher, dass wir uns nach wie vor auch mit einem Prinzip namens religio identifizieren. Dieses Prinzip steht auf mehreren Säulen, wovon eine das Handeln gegenüber dem Nächsten ist; eine weitere ist im Übrigen die Beziehung zu Gott. Bricht eine dieser Säulen zusammen, dann befindet sich das Prinzip religio in einer Schieflage und der Glaube droht abzusterben und rein plakativ zu werden (dies gilt für alle Säulen gleich). Genau das steht auch bereits im Jakobusbrief: Meine Brüder, was nützt es, wenn einer sagt, er habe Glauben, aber es fehlen die Werke? Kann etwa der Glaube ihn retten? Wenn ein Bruder oder eine Schwester ohne Kleidung ist und ohne das tägliche Brot und einer von euch zu ihnen sagt: „Geht in Frieden, wärmt und sättigt euch!“ Ihr gebt ihnen aber nicht, was sie zum Leben brauchen – was nützt das? So ist auch der Glaube für sich allein tot, wenn er nicht Werke vorzuweisen hat.

Außerdem bin ich davon überzeugt, dass Liebe etwas ist, das weitergegeben werden sollte. Und was gibt es für eine größere Liebe, als die Liebe Gottes zu uns? Es ist die Liebe Gottes, die uns drängt – wie schon Paulus sagte – und sie verlangt danach, unseren Mitmenschen gezeigt zu werden.

So kam ich also zu dem Schluss, dass die einzelnen Verbindungen etwas unternehmen mussten, denn auf Verbandsebene war dies leider nicht möglich. So beschloss ich, schlicht und einfach einige bekannte Namen nach Kontaktinformationen zu googeln. Wider Erwarten war die Suche erfolgreicher als gedacht und einige schickten sogar etwas retour. Dank meiner Schwestern war es möglich, ein Buffet zu organisieren, und so fand an einem Samstagnachmittag im Advent 2005 die erste Versteigerung statt. Etwa 15 Personen hatten sich eingefunden und es konnten 1500 € eingenommen werden, die damals an den Verein Concordia gingen. Im nächsten Jahr wechselten wir zu einem unbekannteren Projekt und seitdem sind es die Schwestern Königin der Apostel, die stets den Großteil des Geldes bekommen.

In den letzten Jahren konnten nicht nur die Teilnehmerzahlen gesteigert werden (wir mussten sogar in einen größeren Saal wechseln, um alle unterzubringen), sondern auch die Einnahmen wurden sukzessive mehr (im letzten Jahr lagen wir bei ca. 9000 €). Das war vor allem auch dadurch möglich, dass nicht nur meine Schwestern viel Freizeit opferten, sondern auch viele Bundesbrüder und Kartellschwestern (stellvertretend seien hier erwähnt unser hoher Philx Perry, Löwenherz, Indiana Jones, Jury, Hector Am!, Earl Am!, Alma Arc!, Kalliope Arc! und noch viele andere) das Unternehmen Benefizversteigerung maßgeblich mitgetragen und gefördert haben.

Schon viel Gutes konnte mit dem Geld finanziert werden. So konnten wir einige tausend Euro zum Bau einer Blindenschule in Jharkand (Indien) beitragen, aber auch zum Ausbau einer mobilen Krankenstation in Uganda. Manche der Projekte wurden von Kartellschwestern (z.B. Kalliope, Arc!) und Cartellbrüdern (Romanus, Am!) bereits besucht. So können wir uns auch sicher sein, dass das Geld angekommen ist.

Allerdings zeigt das jahrelange keilen von Spenden mittlerweile auch Nebenwirkungen und wenn irgendjemand bei einem Gespräch in meiner Gegenwart erwähnt, dass er diese oder jene Persönlichkeit kennen würde, dann lässt dies bei mir sofort die Kasse klingeln. Es bieten sich das ganze Jahr über Möglichkeiten, wie man zu Objekten für die Versteigerung kommen kann.

Gott sei Dank hat sich nicht nur bei uns in den letzten Jahren etwas im sozialen Bereich getan, sondern auch im Rest des Verbandes sind die Projekte von Jahr zu Jahr mehr geworden.

In diesem Sinne hoffe ich auf eine weitere erfolgreiche Zukunft der Benefizversteigerung, damit auch in den nächsten Jahren viele weitere Initiativen unterstützt werden können.

Zum Schluss kann ich es mir leider nicht verkneifen, alle zu bitten, zahlreich bei den kommenden Versteigerungen zu erscheinen. Es lohnt sich für alle Beteiligten. Ich bin auch, wie bereits erwähnt, immer offen für Informationen, wie ich an neue Objekte für die Auktion kommen kann.

Von Florian Bauchinger v/o Honorius