November 2014
Mo Di Mi Do Fr Sa So
« Okt   Dez »
 12
3456789
10111213141516
17181920212223
24252627282930

Month November 2014

USA vs. EU: wer ist die bessere Weltmacht?

Der stark steigende Anteil der muslimischen Bevölkerung in westlichen Ländern, die russische „Reintegrationspolitik“ und die Einmischung durch die USA bezeichnete Thomas Kath (Rg) als die drei aktuell größten Herausforderungen für die westliche Gesellschaft. Er leitete mit seinem Statement als Obmann-Stellvertreter des Think Tanks Nova Europa, der einer Europäischen Republik den Weg bereiten will, den 7. Europacorner ein.

Erstmals gab es am 12. November zwei Referenten, um eine kontroversielle Diskussion zu gewährleisten. Heinz Wimpissinger ist als Generalsekretär der Europa-Gesellschaft Coudenhove-Kalergi zwar ebenfalls überzeugter Befürworter der europäischen Integration, an diesem Abend trug er aber als Advokat der USA – er lebte einige Zeit in Übersee – dazu bei, dass Wesensunterschiede der beiden globalen Akteure herausgearbeitet werden konnten.

Rivalen oder Partner?

Europa und die USA seien die ähnlichsten zwei Kontinente, meinte Wimpissinger. Die meisten europäischen Staaten seien wie die USA die am weitesten entwickelten Demokratien, daran ändere auch die Todesstrafe – die es in manchen amerikanischen Staaten noch gibt – nichts. „Ob die USA und die EU Rivalen oder Partner sind? Beides!“, sagte Wimpissinger. Es gelte aber, die Partnerschaft in den Vordergrund zu stellen.

Stolz drauf

Beim Thema Nationalstolz wurde unter Publikumsbeteiligung schnell herausgearbeitet, dass scheinbar mangelnder Nationalstolz etwa in Österreich nicht mit dem Stolz der Amerikaner auf ihr Land vergleichbar sei. „Die Amis sind stolz auf ihre Errungenschaften, wir sind stolz auf die Landschaft, das Dirndl oder die Lederhose“, erklärte Stefan Maier (Rg). Selbst erstrittene Rechte stünden Dingen gegenüber, für die man eigentlich nichts kann.

„Was mich bei den Amerikanern sehr beeindruckt, ist das Leistungsdenken. Man ist dort nicht neidig sondern fragt, wie kann ich das auch schaffen?“, sprach Wimpissinger einen weiteren Mentalitätsunterschied an. Man sei in Amerika nicht missgünstig gegenüber dem Boss sondern erkenne an, dass er hart dafür arbeiten muss.

Auch der Zugang habe ihn beeindruckt. Anstatt der grundsätzlich skeptischen Handlung unter Angabe von Gründen, warum etwas nicht funktionieren könne, wäre die typisch amerikanische Haltung: why not? Probieren wir es doch einfach.

Bild 1

Thomas Kath (Rg) argumentierte auf europäischer Seite…

„I perfectly disagree with you“

In diesem Zusammenhang waren auch Fracking, das Freihandelsabkommen TTIP und die daraus erwachsenden potentiellen Herausforderungen durch die Zurückhaltung der Amerikaner bei Regulierungen  Gesprächsthemen. Besonderes Augenmerk legte Thomas Kath dabei auf die Spionagetätigkeiten der USA. Diese machten beim Abhören nicht nur vor europäischen Partnerländern nicht halt, sondern arbeiteten dabei mit europäischen Geheimdiensten zusammen.

Bild 2

…Heinz Wimpissinger (Rg) auf Seite der USA.

Am Ende blieb die Erkenntnis, dass man auch unterschiedlicher Meinung sein kann und dazu stehen können sollte, wie es Wimpissinger formulierte. Das galt nicht nur für die Diskussion, bei der die Ansichten ohnehin nicht allzu weit voneinander entfernt waren; das sollte vor allem auch für das Verhältnis der Vereinigten Staaten von Amerika und der Europäischen Union gelten.

Bild 3

Die Zuhörer wurden bald zu Mitdiskutanten

Bild 5

Kulinarisch war die Prägung regional…

Bild 4

…Kürbiskernaufstrich sowie Schinken, Wurst und Käse.

15 Jahre Freundschaft Hansea & Rugia

Seit dem 27.11.1999 dürfen sich die A.V. Hansea im CV und die K.Ö.H.V. Rugia offiziell Freundschaftsverbindungen nennen. Obwohl zwischen den beiden Verbindungen eine Staatsgrenze und über 700 km liegen, existiert diese Freundschaft nicht nur auf dem Papier und sie wird bereits über Generationen hinweg gelebt. Im November 2013 haben über 80 Rugen eine Couleurfahrt nach Köln unternommen um den festlichen Bandtausch mit der A.V. Hansea zu begehen und im Oktober 2014 fand der große Retourbesuch der Hanseaten in Wien statt.

Couleurkarte

In Zusammenarbeit mit dem CHC des Wintersemesters 2014/15 organisierte die auf Seiten Rugiae eingerichtete Hanseatenkommission ein Freundschaftswochenende mit entsprechendem Rahmenprogramm: Es begann am Freitag mit einer Führung durch DAS Wahrzeichens Österreichs: dem Stephansdom. Bundesbruder Florian Bauchinger v. Honorius führte in gewohnter Art und Weise souverän durch den Steffl und anschließend fand eine Andacht mit den beiden Verbindungsseelsorgern Rugiae, Bbr. Peter Jüthner v. Sir John Falstaff und Bbr. Christian Scharrer v. Procedamus, statt. Im Anschluss daran konnte beim Sektempfang auf dem Dachboden des Stephansdoms die wunderbare Aussicht über Wien genossen werden!

Am Freitagabend wurde beim Begrüßungsfestakt das Video von der Couleurfahrt nach Köln anlässlich des Freundschaftsbandtausches präsentiert. Außerdem wurde der über die Sommerferien umfassend renovierte Konventssaal vom Senior, Bbr. Michael Mathis v. Theseus, neueröffnet und von den Verbindungsseelsorgern gesegnet. Dabei wurde auch dem Umbauteam mit den Hauptakteuren Bbr. Markus Hofbauer v. Vinzenz, Bbr. Lukas Liegl v. Horni und Bbr. Paul Vogler v. Merkur für den außerordentlichen Einsatz gedankt.

Der Samstag begann mit einer Führung durch den vom Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker weltbekannten Wiener Musikverein. Am Nachmittag fanden ebenso zwei hochkarätige Stadtführungen durch Wien statt und am Abend folgte mit dem Festkommers im Curhaus, an dem über 170 Personen (!) teilnahmen, der Höhepunkt des Freundschaftswochenendes. Nachdem im November 2013 bereits das Amtsband zwischen den beiden aktiven Seniores getauscht wurde, folgte nun der Amtsbändertausch zwischen den beiden Philisterseniores – ein Novum in der Geschichte Rugiae. Weitere Höhepunkte des Festkommerses waren auch die Bandverleihungen der K.Ö.H.V. Rugia an den ÖCV-Verbandsseelsorger, Michael-Christian Robitschko v. Stephanus, sowie an einige äußerst verdienstvolle Hanseaten: Bernhard Brendgen (Hs!), Nico Kannengiesser (Hs!), Nicolas Spengler (Hs!), Peter Höpp (Hs!) und Sven Kannengiesser (Hs!)

Im Anschluss an den von den beiden Seniores kurzweilig und würdevoll geschlagenen Festkommers fand auf der Rugenbude ein Ausklang der Extraklasse statt, der für manche noch weit über die Morgenstunden hinaus dauern sollte. Es war ein wahrlich würdiges Festwochenende für 15 Jahre Verbundenheit und Freundschaft!