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Month März 2014

Gsibergerabend

Letzten Samstag, 29.3.2014, war es wieder soweit: es fand, wie jedes Jahr an einem Samstag im März, einer der Höhepunkte der Vorarlberger Community in Wien, der Funken, statt. Natürlich durfte dabei auch eine größere Abordnung an Rugen nicht fehlen. Zuerst gab es auf der Bude in der Lichtenfelsgasse eine zünftige Käsknöpflepartie für knapp 40 Leute (ein paar Details: 4 kg Mehl, 40 Eier, 4 kg Zwiebeln und 4 kg Kartoffeln sowie 4 Kilogramm Käse wurden unter der Aufsicht von Chefkoch Bbr. Indiana Jones zu ausreichend Käsespätzle mit Kartoffelsalat verarbeitet, am Schluss blieb niemand hungrig), auch etliche Mitglieder von anderen Verbindungen ließen sich diese Gelegenheit nicht entgehen, einige Gäste konnten ebenfalls begrüßt werden. Im Anschluss daran ging es dann zur Himmelswiese beim Lebensbaumkreis am Cobenzl, wo das Funkenabbrennen unter dem diesjährigen Kommando der Funkenzunft Thürigen stattfand. Alle Besucher waren von dem Spektakel nach Einbruch der Abenddämmerung sichtlich besteigert.

(für alle Nichtvorarlberger: unter einem Funken versteht man einen alten heute noch im alemannischen Raum angesiedelten Feuerbrauch, bei dem meist ein aufgeschichteter Holzturm mit einer Funkenhexe an der Spitze angezündet wird. Mit dem Explodieren der Stoffpuppe soll der Winter symbolisch vertrieben werden)

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Führung durch das Kriegsarchiv

Am Nachmittag des 25. März 2014 nutzten wir die Gelegenheit, unserem Bbr. Kohlhaas einen Besuch im mit Abstand bedeutendsten Kriegsarchiv Mitteleuropas, das heute ein Teil des Österreichischen Staatsarchivs ist, abzustatten. Mit großer Freude, enormen Fachwissen sowie getrieben durch die Neugier und das Interesse der Anwesenden zeigte er den etwa 35 Besuchern knapp 2 Stunden lang „sein“ Haus. Dabei durfte natürlich auch ein Blick hinter die Kulissen nicht fehlen, der nicht öffentlich zugängliche Bereich mit unterschiedlichen Archiven von der Donaumonarchie über den 1. Weltkrieg  hin bis zum 2. Weltkrieg sowie vielen Raritäten ließen bei manchen Personen das Herz sichtlich höher schlagen. Pünktlich um 19:00 wurde dann die ausführliche Führung durch das Wachpersonal beendet, im Anschluss daran folgte aber eine ebenso intensive und ausgiebige Nachbesprechung im Wirtshaus nebenan.

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Europaparlament, za wos?!

„Ich habe als Politiker viele Parlamente erlebt. Keines kommt dem Ideal des Parlamentarismus so nahe wie das EU-Parlament“, leitete Johannes Voggenhuber ein. Der ehemalige EU-Abgeordnete diskutierte mit seinen früheren Kollegen Agnes Schierhuber (Arc) und Harald Ettl auf Einladung von Arcadia und Rugia über Stärken, Schwächen und Potentiale der Bürgerkammer der EU.

Transparenz, parteiübergreifende Zusammenarbeit statt Fraktionszwang, das Gewicht von Argumenten und die Sachlichkeit der europäischen Tagespolitik wurden unisono anerkannt und hervorgehoben. Klassische Vorurteile (Gurkenkrümmung, Glühbirnen, etc.) wurden weitgehend entkräftet, der Nutzen und Mehrwert des Gemeinschafts- und Friedensprojekts hervorgehoben.

„Ich habe immer gesagt, dass es trotz Ashton ein Manko ist, dass wir keine gemeinsame Außen-, Verteidigungs- und Sicherheitspolitik haben“, sprach Agnes Schierhuber ein bisher ungelöstes Problem an. Auch Harald Ettl hatte Verbesserungsvorschläge parat. „Es rächt sich, dass wir nicht von Beginn an eine gemeinsame Wirtschaftspolitik hatten“, stellte er fest. Auf den Umgang mit Flüchtlingen angesprochen sagte er, hier müssten sich die Staaten quer durch die Bank schämen: „Mehr kann ich dazu gar nicht sagen.“

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Benjamin Schuler (Rg) und Valentina Steigerwald (Arc) begrüßen im Namen von Rugia und Arcadia

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Die drei Diskutanten waren über drei Legislaturperioden EU-Abgeordnete in Brüssel

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Harald Ettl (SPÖ) war in Textilbranche, Gewerkschaft und als Bundesminister tätig

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Johannes Voggenhuber (Grüne) ging als Europasprecher seiner Partei ins EU-Parlament

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Agnes Schierhuber (ÖVP; mitte) ist Bäurin, hat auf fast allen politischen Ebenen Erfahrung gesammelt und gehört der Arcadia an

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Der Konventssaal der Rugia war voll besetzt…

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…und das, wohin man schaute.

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 Prominenz und gute Laune bis in die letzte Reihe: Philistersenior W. Zenker, ÖCV-Seelsorger M. Robitschko, Philisterconsenior P. Kuleff (v.l.)

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Verbindungsseelsorger P. Jüthner kritisierte den Umgang mit Flüchtlingen in der EU

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Als „kafkaesk hoch drei“ sieht Peter Kuleff die EU, viele Verordnungen seien nicht treffsicher

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Müssen nationale Identitäten weichen, wenn Regionen in den Vordergrund rücken, war eine weitere Frage

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Die Alt-Europaparlamentarier, die Obleute der gastgebenden Verbindungen und Moderator Ewald Salzger (Rg; ganz rechts)

Serbien: Friedensprojekt EU am Prüfstand

Der Europacorner ist am Ziel angekommen. Oder, mit anderen Worten: Am 12. März ist die Divergenz zwischen dem theoretischen Konzept und der praktischen Umsetzung des noch sehr jungen Veranstaltungsformats verschwunden. Was heißt das?

Dolores Bakos (Arc) erleichterte mit einem kurzen Überblick vor allem über die jüngsten Entwicklungen in Serbien (Unabhängigkeit des Kosovo, EU-Beitrittsverhandlungen, Auslieferung jugoslawischer Kriegsverbrecher) den Einstieg für die 16 Teilnehmer. Sie hat serbische Wurzeln, Familie und Freunde, gehört dort der ungarischen Minderheit an. Mit ihrer Heimat hat sie sich im Rahmen ihres Studiums auch wissenschaftlich auseinandergesetzt.

Sehr rasch entwickelte sich nach etwa zehn Minuten Einführung die Diskussion, die anfangs vor allem historisch geprägt war. Viele Eindrücke von Balkan-Aufenthalten zeichneten ein Bild von der Komplexität der Konflikte im ehemaligen Jugoslawien. Das rief auch Kritik hervor: „Wenn ich eine Geschichtestunde haben hätte wollen, wäre ich nicht hierhergekommen“, meinte ein Diskussionsteilnehmer ungeduldig. „Man kann die politische Situation am Balkan nicht vor einem weißen Blatt diskutieren“, entgegnete ein anderer.

Zur Zufriedenheit aller wurde dann aber über Für und Wider eines EU-Beitritts sowie über Entwicklungspotentiale der Balkanländer gesprochen. Dabei ging es auch um Grundhaltungen, ökonomische Ansätze, Migration sowie die Rolle von Russland, den USA und vor allem der EU. Auch wenn dort kein Krieg mehr herrsche, Frieden gebe es für viele auch nicht, meinte Dolores Bakos. Die Aufnahme Serbiens sei ein erforderlicher Schritt, wenn die EU ihre Rolle als Friedensprojekt ernst nehme. Verfolgung und Ungleichbehandlungen aufgrund von Religion und Ethnie seien in Serbien immer noch an der Tagesordnung, auch wenn die Situation sich verbessert habe.

Nach etwa zwei Stunden offener Diskussion vertieften sich die 16 Teilnehmer noch in zum Teil angeregte Einzeldiskussionen. Der Gemütlichkeit des Formats entsprechend endete der Abend für einige an der Bar.

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Europakneipe und Redoute

Das letzte Wochenende im Fasching stand traditionell ganz im Zeichen des größten Couleurballs bzw. der ältesten Redoute Europas, der Rudolfina Redoute. Auftakt dieser riesigen Veranstaltung ist alljährlich die so genannte „Europakneipe“, bei welcher regelmäßig aufgrund des großen Ansturms der Kneipkeller e.s.v. K.Ö.St.V. Rudolfina sprichwörtlich aus allen Nähten platzt. Am Rosenmontag lockte dann der eigentliche Ball zahlreiche Couleurträger aus Nah und Fern in die Wiener Hofburg, die sich in ein Meer aus bunten Mützen verwandelte. Neben Würdenträgern aus Kirche, Politik, Wissenschaft, Kultur und Wirtschaft war auch dieses Jahr wieder eine große Gruppe von knapp 25 Rugen bei dieser rauschenden Ballnacht vertreten, die bis früh in die Morgenstunden dauerte und mit einem Frühstück auf dem Rudolfinenhaus endete.

Europakneipe

Europakneipe e.s.v. K.Ö.St.V. Rudolfina Wien

Brötchen Empfang

Brötchen- und Sektempfang auf unserer Bude

The + Stu + Har

 

Rudolfina Redoute

Eindrücke aus der Hofburg …

Barney Rudolfina Redoute

Führung durch das Atominstitut

Kurz vor Semesterbeginn traf sich eine kleine Gruppe von Rugen zur Ferienveranstaltung im Februar. Ziel war das Atominstitut der Technischen Universität Wien, wo sich Österreichs einziger noch in Betrieb befindliche Kernreaktor befindet! Dieser wurde dann auch eigens für uns in Betrieb genommen, um Fragen zu Strahlung in der Praxis besser beantworten zu können. Bei der anschließenden Führung durch das Institut erfuhren wir unter der fachkundigen Leitung von Bbr. Dr. Strangelove, der aktuell an diesem Standort für seiner Doktorarbeit forscht, mehr über die Arbeitsbereiche und im Rahmen von zahlreichen so genannten „Hands-on“ Experimenten staunte so mancher Teilnehmer nicht schlecht, wo und warum Radioaktivität im Alltag und in der gewohnten Umgebung vorhanden ist; dabei  kam natürlich auch der Spaß und die Unterhaltung nicht zu kurz!

Atominstitut

Austria Reaktor
Experiment Barney & Gracian

Bbr. Dr. Strangelove führt durch „Hands-on“-Experimente …

Experiment Vasco

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 Gruppenfoto am Atominstitut