Top Tags

Programm Sommersemester 2022

Semesterprogramm SoSe 2022 pdf

Zeitzeugengespräch Endstation Ausschwitz

Auf Einladung der KPV Thuiskonia Wien im MKV und der KÖHV Rugia erzählte Erich Richard Finsches, eine der letzten KZ-Überlebenden, seine bewegende Geschichte.

Geboren 1927 in eine mittelständische jüdische Familie in Wien, sah er im Alter von 11 Jahren zum letzten Mal seinen Vater, bevor er als Kind ins steirische Eisenerz zur Zwangsarbeit geschickt wurde. Nachdem ihm die Flucht gelang konnte es sich zunächst bis nach Wien durchschlagen und dann weiter nach Ungarn flüchten.

Seine Mitwirkungen beim ungarischen Widerstand war nur von kurzer Dauer – er wurde ins Konzentrationslager Ausschwitz deportiert. Bei der „Selektion“ an der Lagerrampe ist er nur knapp der Gaskammer entronnen. Das Herr Finsches überlebt hat grenzt an ein Wunder. Er wurde in weitere Konzentrationslager überstellt, wo er körperliche Schwerstarbeit zu verrichten hatte. Das Kriegsende erlebte er im KZ-Außenlager Kaufering. Bei der Befreiung wog er nur noch 29 kg.

„Für mich steht immer der Mensch im Vordergrund. Keine Nationalität, keine Hautfarbe, keine Sprache“,
wurde Erich Finsches deutlich. Das gelte für Täter wie Opfer. „Zuviele sind Täter, noch viel mehr aber Mitläufer gewesen.“ Wichtig ist die Botschaft, die mitkommt: „Seid euch darüber im Klaren, dass auch diese Greueltaten damals nicht vom Himmel gefallen sind. Es waren ganz normale Menschen, die im Alltag gehandelt haben – und es liegt immer an uns selbst, unser Handeln an höheren Maßstäben zu messen und es selbst besser zu machen.“

Farbe tragen, auch mit Maske!

Auch wenn der gewohnte Verbindungsbetrieb derzeit ruht und wohl erst im Wintersemester wieder richtig anlaufen wird – wir lassen uns nicht unterkriegen! Auch im „social distancing“ und mit Maske können wir Verbundenheit zeigen und Farbe bekennen: Mit dem Atemschutz in Verbindungsfarben. Ultraleicht, speziell für die heiße Jahreszeit, im trendigen Design von Bb. Smaat, produziert von Bb. Hector. Der Versand erfolgt dieser Tage per Post, der ChC verwaltet den Restbestand. Gegen eine kleine Spende können weitere Exemplare beim hohen Consenior, Bb. Snorre, bestellt werden.

Zeitenwende: 30 Jahre danach

Der Fall des „Eisernen Vorhangs“ vor 30 Jahren und wie es dazu kam, war Thema des „Europacorners“ am 12. November mit zwei Zeitzeugen: Cb. Rainer Stepan v. Leguan (Walth) und Bb. Norbert Stanzel  v. Strizzi (Rg).

Kuleff (Phil-x), Stepan (Walth), Brunner (x), Stanzel und Dillinger

Cb. Leguan berichtete über seine jahrelangen Aktivitäten zur Unterstützung demokratischer Kräfte jenseits des „Eisernen Vorhangs“ seit Ende der 70er Jahre – an einer Schnittstelle zwischen ÖVP,  MKV, ÖCV und JES.  Seine These: Der Zusammenbruch des Kommunismus sei einerseits durch den wirtschaftlichen Niedergang, andererseits aber durch unerschrockene Bemühungen von jahrzehntelang unterdrückten demokratischen Aktivisten erfolgt. Der Westen an sich habe aber damals wie heute viel zu wenig Unterstützung geboten.

Bb. Strizzi, damals Kontaktmann der JVP zur ungarischen Opposition, ergänzte  die Schilderungen durch persönliche Erinnerungen und Anekdoten.

Benefizversteigerung 2018

Unsere traditionelle Benefizversteigerung fand nunmehr zum 14. Mal statt. Bbr. Honorius brachte mit seiner gewohnt humoristischen Art wieder zahlreiche Sachspenden von Prominenten für den guten Zweck zur Versteigerung.

Die Benefizversteigerung wurde in diesem Jahr gemeinsam von K.Ö.H.V. Amelungia, C.Ö.St.V. Arcadia, K.Ö.M.St.V. Concordia und K.Ö.H.V. Rugia veranstaltet. Dank des großen Engagement von zahlreichen Kartellschwestern, Cartell- und Bundesbrüdern konnten wieder zahlreiche Sachspenden (Bilder u.a von Gottfried Helnwein, Alfred Hrdlicka und Arik Brauer; signierte Startnummern, Skihauben und Trikots u.a. von Thomas Morgenstern, Marcel Hirscher und David Alaba; signierte Cartoons und Karikaturen; signierte Bücher und CDs sowie Krippen und Ikonen etc.) für den guten Zweck versteigert werden.

Zusätzlich gab es eine Tombola und ein Buffet, dessen Erlös ebenso gespendet wird.

In diesem Jahr wird der Erlös von rund EUR 11.200,- dem Orden der Schwestern „Königin der Apostel“ für eine Blindenschule in der Provinz Lucknow (Indien) und die Betreuung von Kindern in einem Slum in Uganda, wo die Schwestern einen Kindergarten, eine Volksschule und ein Gesundheitszentrum betreiben, sowie dem Elisabeth-Brot in Wien, zu Gute kommen.

110. Stiftungsfest

Wir haben unseren 110. Geburtstag im Rahmen eines Wochenendens ausgiebig gefeiert.

Beginnend Freitags mit einem Begrüßungsabend und einer Sonderausstellung des Verbindungsarchivs mit den Höhepunkten aus 110 Jahren Rugia setzte sich das Programm am Samstag mit diversen Rundgängen und Führungen in Wien fort. Im Zuge unserer Stiftungsfestmesse erfolgte die Weihe unserer neuen Prunkfahne.

Am Sonntag verbrachten wir den Nachmittag in Perchtoldsdorf bei Wien. Beim Höhepunkt, dem feierlichen Festkommers auf der Burg Perchtoldsdorf, konnten wir unser 110. Verbindungsjubiläum in couleurstudentischer Tradition gebührend feiern.